Die schwäbische Hauptstadt Mariens

Wallfahrtsdirektor Msgr. Reichart zum „Guten Hirten Sonntag“: Kinder nicht um Gott betrügen

In dem Buch „Kinder nicht um Gott betrügen“ zitiert Albert Biesinger den Abschiedsbrief einer sterbenden Jugendlichen, die verzweifelt nach Trost und Halt sucht. Sie schreibt ihrer Mutter, dass sie ihr alles Mögliche beigebracht habe, nur nicht das Wesentliche, das auch in den schlimmsten Situationen noch trägt: der Glaube an Gott!

Die meisten Eltern betrügen heute ihre Kinder um Gott. Umfragen zeigen, dass nur eine kleine Minderheit die religiöse Erziehung für wichtig hält. Und das, obwohl viele bei der Taufe die christliche Erziehung versprochen haben.

Die Kirche könnte die oft überforderten Eltern in dieser wichtigen Aufgabe mit ihrem riesigen Personalaufgebot massiv unterstützen, aber sehr viele im Religionsunterricht, in den katholischen Schulen, Kindergärten, Kitas und Jugendverbänden Tätigen sind gar nicht in der Lage, den Glauben überzeugend weiterzugeben.

Man stelle sich vor: In der Bayerischen Verfassung steht bei den obersten Erziehungszielen an erster Stelle: „Ehrfurcht vor Gott“! Die Väter der Verfassung haben das angesichts der furchtbaren Erfahrung einer gottlosen Gesellschaft im Dritten Reich festgelegt. Papier ist geduldig! Aber uns alle – nicht nur die Bischöfe – muss endlich eine große Ungeduld erfassen!

Wie soll es in einer solchen Atmosphäre mit dem Christentum und unserem Staat weitergehen? Stattdessen reiben wir uns mit Nebenfragen wie Weihe für Frauen, „Homo-Ehe“ und Zölibat auf und schwächen die Kirche noch zusätzlich!

Diesen Sonntag beten wir um Priester- und Ordensnachwuchs!

Wie soll in einer solchen Atmosphäre ein Jugendlicher noch den Ruf Gottes hören können? Eigentlich müssten wir uns vor den Kindern und Jugendlichen schämen, weil wir sie weitgehend um Gott betrügen.

Der große Sozialarbeiter Carl Sonnenschein sagte: „Die Welt braucht Menschen, die dem Wesentlichen dienen – Menschen, die noch ein Wort haben, wenn alle Worte dieser Welt nutzlos geworden sind!“

Wir brauchen Menschen, die Jesus, dem guten Hirten, nachfolgen und dafür ihr Leben hingeben. Es geht um das Heil oder das Unheil von Menschen – um Leben oder Tod, wie Petrus in der ersten Lesung verkündet: „In keinem anderen ist das Heil zu finden!“ Und die zweite Lesung nennt, was der Priester vermitteln muss: „Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat… Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird!“

Der hl. Don Bosco betonte: „Das größte Geschenk, das Gott einer Familie machen kann, ist ein Priestersohn!“

Wenn das wieder so empfunden wird, dann sind wir über dem Berg!

Nutzen wir die Allmacht Gottes und gehen z. B. in eine Kirche, wo der Aufruf befolgt wird: „24 Stunden – Gebetsaktion Samstag 24. April 18 Uhr bis Sonntag 18 Uhr“

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.