Evangelium vom Tag sowie Vorstellung des Tagesheiligen

Dienstag der 15. Woche im Jahreskreis

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 11,20-24.

In jener Zeit begann Jesus den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten:
Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind – man hätte dort in Sack und Asche Buße getan.
Ja, das sage ich euch: Tyrus und Sidon wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie euch.
Und du, Kafarnaum, meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel erhoben? Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen. Wenn in Sodom die Wunder geschehen wären, die bei dir geschehen sind, dann stünde es noch heute.
Ja, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dir.

Betrachtung zum Evangelium

Hl. Paul VI. (1897-1978), Papst von 1963-1978
Apostolische Konstitution „Paenitemini“ über die kirchliche Fasten- und Bußdiziplin vom 17.02.1966 (in: Kathpedia, Paenitemini (Wortlaut))
Christus ruft uns alle zu Umkehr

Christus, der immer in seinem Leben damit begann, erst zu tun und dann zu lehren, hat, bevor er sein Amt antrat, vierzig Tage und vierzig Nächte in Gebet und Fasten verbracht. Ebenso machte er den Anfang seines öffentlichen Wirkens zwar mit der Frohen Botschaft: „das Reich Gottes hat sich genaht“; doch sofort fügte er das Gebot an: „Tuet Buße und glaubet an das Evangelium“ (Mk 1,15). Diese Worte sind sozusagen der Inbegriff und die Zusammenfassung des ganzen christlichen Lebens. In das Reich Christi darf man nur eintreten durch Metanoia, das heißt durch eine tiefgreifende Wandlung des ganzen Menschen […] Die Einladung des Sohnes Gottes zum Vollzug dieser Metanoia wirkt um so drängender, weil er nicht nur dazu ermahnt, sondern auch selbst ein Beispiel der Buße gibt. Denn Christus hat den Büßenden das größte Beispiel dadurch gegeben, dass er nicht für eine eigene Sünde Strafe erleiden wollte, sondern für die Sünden der anderen.

Vor das Angesicht Christi gestellt, wird der Mensch mit neuem Licht erfüllt und erkennt so die Heiligkeit Gottes und zugleich die Bosheit der Sünde. Durch Christi Wort wird ihm die Botschaft übermittelt, durch die ihm die Bekehrung zu Gott angeboten und die Verzeihung der Sünden gewährt wird. Diese Gnadengeschenke erlangt Er in ihrer Fülle durch die Taufe, die den Menschen gleichgestaltet zur Ähnlichkeit des Leidens, des Sterbens und der Auferstehung des Herrn und von daher seinem ganzen Leben gleichsam das Siegel dieses Geheimnisses aufprägt. Den Spuren des göttlichen Meisters folgend, muss jeder, der sich Christ nennt, sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und an Christi Leiden teilhaben. Wie er so in das Bild seines Todes umgestaltet wird, kann er auch die Herrlichkeit der Auferstehung verdienen. Weiterhin darf er danach nicht mehr für sich leben, sondern für Gott, der ihn geliebt und sich selbst für ihn dahin gegeben hat (Gal 2, 20); leben muss er auch für die Brüder, „damit er an seinem Fleische ersetzt, was dem Leiden Christi noch mangelt … für seinen Leib, der da die Kirche ist“ (vgl. Kol 1,24).

Die Texte sind mit freundlicher Genehmigung der Monastischen Gemeinschaft von Jerusalem folgendem Link entnommen:  https://evangeliumtagfuertag.org/DE/gospel

Vorstellung des Tagesheiligen

IRMGARD VON CHIEMSEE, Äbtissin
Namensdeutung: die allumfassende Schützerin (althochdeutsch)
Namenstage: Irmgard, Irmengard, Ermengard, Irmela, Irma, Irmi
Gedenktag: 16. Juli
Lebensdaten: geboren um 830 in Regensburg, gestorben am 16. Juli 866 in Frauenchiemsee

Lebensgeschichte: Irmgard war eine Tochter Ludwigs des Deutschen und seiner Frau Hemma und wurde wie ihre Schwestern Hildegard in Zürich und Berta in Schwarzach Klostervorsteherin, nämlich im Stift Buchau am Federsee, das ihr Vater ihr geschenkt hatte.
Nach 857 kam sie in das Tassilokloster auf Frauenchiemsee, wo sie aller Wahrscheinlichkeit nach als Äbtissin amtierte. Sie führte dort die Benediktsregel ein und stellte die verfallenden Gebäude wieder her.
Sie starb am 16. Juli 886 und wurde unter einem Pfeiler des Münsters von Frauenwörth bestattet, was für die sofort einsetzende Verehrung der „zweiten Stifterin“ des Klosters spricht.
Verehrung/Brauchtum: Abt Gerhard von Seeon erhob 1004 ihre Gebeine, wobei er ihre Hauptreliquie nach Seeon brachte. 1631 wurden die Reliquien Irmgards ein zweites Mal umgebettet und 1922 ein drittes Mal, wobei ihre Kopfreliquie nach Frauenwörth zurückkehrte. Nachdem ihr Kult 1928 durch Papst Pius XI. offiziell anerkannt wurde, erfolgte 1929 endlich ihre Seligsprechung durch Michael Kardinal Faulhaber. 2003 wurden die kompletten Gebeine der Seligen in einen gläsernen Schrein in der Klosterkirche zusammengeführt. Der Irmengardstag wird auf Frauenwörth immer an dem Sonntag festlich begangen, der dem Gedenktag am 16. Juli am nächsten steht. Irmgards Grab wird traditionell von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch besucht.
Darstellung: als Äbtissin mit flammendem Herzen, Glocke oder Glockenturm
Patronin: des Chiemgaus, bei Kinderwunsch

Weitere Heilige und Gedenktage:
Unsere Liebe Frau auf dem Berge Karmel
Elvira von Öhren, Äbtissin
Maria Magdalena Postel, Gründerin

Die Vorstellung der Tagesheiligen ist mit freundlicher Genehmigung der Diözese Augsburg folgendem Link entnommen: https://bistum-augsburg.de/Heilige-des-Tages/Heilige-des-Tages
Gerne verweisen wir auch auf den Link der Diözese Augsburg, in der diese die Lesung und das Evangelium des jeweiligen Tages vorstellt: https://bistum-augsburg.de/Wort-Gottes-heute-Tagesevangelium/Wort-Gottes-heute

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