Evangelium für den Tag sowie der Heilige des Tages

Mittwoch der Fünften Osterwoche
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 15,12-17. 
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.
Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.
Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.
Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.
Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

Betrachtung zum Evangelium des Tages:

Hl. Franziskus von Assisi (1182-1226), Gründer der Minderbrüder
Der zweite Brief an die Gläubigen, Kap. 2–5.10 (aus: Dieter Berg, Leonhard Lehmann (Hg.), Franziskus-Quellen, © 2009 Edition Coelde in der Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer, S. 129–130.132, www.bube.de)
„Dass ihr Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt“ (vgl. Joh 15,16)

[…] o wie selig und gesegnet sind jene, die Gott lieben und so handeln, wie der Herr selbst im Evangelium sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deinem ganzen Sinnen und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Lasst uns also Gott lieben und ihn anbeten mit reinem Herzen und reinem Sinn […]

Und lasst uns unsere Nächsten lieben wie uns selbst (vgl. Mt 22,39). Und wenn einer sie nicht genauso lieben will wie sich selbst, so möge er ihnen wenigstens nichts Böses antun, sondern Gutes erweisen. Die aber die Vollmacht erhalten haben, andere zu richten, sollen das Richteramt mit Erbarmen ausüben, wie sie selbst vom Herrn Erbarmen zu erhalten wünschen. […] Lasst uns daher Liebe und Demut haben; und lasst uns Almosen spenden, denn gerade das Almosen wäscht die Seelen von den Makeln der Sünden rein. Die Menschen verlieren ja doch alles, was sie in dieser Welt zurücklassen; mit sich nehmen sie jedoch den Lohn der Wohltätigkeit und die gespendeten Almosen, für welche sie vom Herrn Lohn und würdiges Entgelt erhalten werden. […]

Und alle jene Männer und Frauen: sofern sie solches tun und darin bis zum Ende ausharren, wird der Geist des Herrn auf ihnen ruhen (Jes 11,2), und er wird sich in ihnen eine Wohnung und Bleibe schaffen (vgl. Joh 14,23). Und sie werden Kinder des himmlischen Vaters sein (vgl. Mt 5,45), dessen Werke sie tun. Und sie sind Verlobte, Geschwister und Mütter unseres Herrn Jesus Christus (vgl. Mt 12,50). […] O, wie ehrenvoll und heilig und groß, im Himmel einen Vater zu haben! O, wie heilig, als Tröster einen schönen und wunderbaren Bräutigam zu haben! O, wie heilig und wie erfreulich, einen solch wohlgefälligen, demütigen, Frieden stiftenden, süßen und liebevollen und über alles ersehnenswerten Bruder und Sohn zu haben, der sein Leben für seine Schafe hingegeben (vgl. Joh 10,15) und für uns zum Vater gebetet hat, indem er sprach: „Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast. […] Und ich will, Vater, dass, wo ich bin, auch jene mit mir seien, damit sie meine Herrlichkeit sehen in deinem Reich“ (vgl. Joh 17,6–24).

Die Texte sind mit freundlicher Genehmigung der Monastischen Gemeinschaft von Jerusalem folgendem Link entnommen:  https://evangeliumtagfuertag.org/DE/gospel

Vorstellung des Tagesheiligen

ESTHER, Königin
Namensdeutung: Stern (altpersisch)
Namenstage: Esther, Estée, Eistir, Estera, Esfir, Hester, Esta, Etty, Tess, Vanessa
Gedenktag: 24. Mai
Lebensdaten: lebte im 5. Jahrhundert v. Chr. in Persien

Lebensgeschichte: Esther oder Hadassa (hebräisch „Myrte“), die Hauptfigur des gleichnamigen alttestamentlichen Buches, stammte von den Juden ab, die im 6. Jahrhundert v. Chr. von König Nebukadnezzar aus Jerusalem ins Babylonische Exil verschleppt worden waren. Sie lebte als Pflegetochter bei ihrem Vetter Mordechai, der am Hof des persischen Königs Artaxerxes in Susa diente, und wurde dessen Königin.
Als der persische Regierungschef Haman aus Hass auf Mordechai die Vernichtung aller Juden im Königreich plante, vereitelte Esther dieses Vorhaben. Sie fastete gemeinsam mit den jüdischen Exilanten, und an dem Tag des Massakers, den das Losorakel bestimmte, wurden statt der Juden ihre Feinde getötet.
Brauchtum: Diese Errettungsgeschichte feiern die Juden mit dem ausgelassenen Purimfest (vom hebräischen pûrim, „Lose“), an dem sich Kinder wie im Karneval verkleiden. Strenggläubige Männer haben sich zu betrinken, bis sie die Namen Mordechai und Haman nicht mehr auseinanderhalten können.
Darstellung: in königlichen Gewändern mit Diadem

Weitere Heilige des Tages:
Madeleine-Sophie Barat, Ordensgründerin
Dagmar, Königin
Franz Pfanner, Abt, Ordensgründer

Die Vorstellung der Tagesheiligen ist mit freundlicher Genehmigung der Diözese Augsburg folgendem Link entnommen:

Gerne verweisen wir auch auf den Link der Diözese Augsburg, in der diese die Lesung und das Evangelium des jeweiligen Tages vorstellt:

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