13. So im Jahreskreis, Lesejahr C, 2019

Meine lieben Gläubigen!

Sie kennen sicher Claus Hipp. Er ist der bekannte Unternehmer für Hipp- Babynahrung Im vergangenen Jahr wurde er 80 Jahre alt. Er ist bekennender Katholik und zählt zu den Pionieren ökologisch erzeugter Nahrungsmittel. Im Münchner Liebfrauendom ministriert er seit vielen Jahren jeden Sonntag bei der Frühmesse. Die Zehn Gebote und die Kardinaltugenden sind die Richtschnur, um seinen Betrieb zu führen. Dieser Betrieb zählt heute 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Persönlich lebt er den Glauben ernsthaft und überzeugend.

Es gibt sie also doch noch, die den Glauben ernst nehmen und ihn leben. Und es wird sie immer wieder geben. „Wer glaubt, ist nicht allein.“ Sagt der Heilige Vater Papst Benedikt.

Immer sucht der Herr Leute, die sich mit ihm auf den Weg machen im Alten wie im Neuen Testamant.
Das sagt uns die heutige Botschaft klipp und klar. ….Elischas ` Berufung…. Das Hauptgespann., das Schlachten der Ochsen Alle Brücken bricht er hinter sich ab-… Was haben diese Leute ihren Gott ernst genommen und damit ihren Auftrag!

Da hören Menschen den Ruf Jesu: „ Folge mir nach! Und sie wollen das auch tun. Aber sie sortieren vorher, sie wählen aus! Sie trauen Jesus nicht so recht.
Sie wollen sich vorher absichern.

. Sie haben es ja gehört, wie verschieden die Reaktionen sind auf den Ruf: Komm, folge mir! Der eine möchte zuerst warten, bis der Vater tot ist, damit er sein Erbe einstecken kann, damit

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er etwas in der Tasche hat, wenn er zu Jesus kommt. Der andere will zuerst von seiner Familie Abschied nehmen.

Nun, das ist verständlich. Aber Jesus spürt einen versteckten Widerstand. Jesus will nicht, dass es zum Bruch oder gar zu Feindseligkeiten mit der Familie kommt. Aber er will, dass wir uns entscheiden.

Das Leben ist immer eine Entscheidung. Auch für das eheliche Leben musst du eine Entscheidung treffen.
Auch der Zölibat ist eine Entscheidung, eine Entscheidung für Jesus Christus. Unser Leitwort ist nicht: “ möglichst viel viel Geld. Unser Leitwort ist: möglichst viel Liebe.

Gott sei Dank hat es Menschen gegeben, die sich klar entschieden haben: Franz von Assisi ist ein junger Mensch, der in Zeiten größter Hungersnot die Frechheit besitzt, mit dem Geld seines Vaters nur so um sich zu werfen. Aber Franziskus wird einer der größten Heiligengestalten der Kirche. Unser Deutschlehrer konnte die Kirche nicht verputzen, aber den heiligen Franziskus hat er geliebt.

Ohne den verkrüppelten Soldaten, aus dem ein Ignatius von Loyola wird, ohne den einfachen Bauernsohn, der als der heilige Pfarrer von Ars Geschichte macht, und ohne die Abertausenden von Unbekannten, die zu allen Zeiten irgendwo einen besonderen Weg der Hingabe gegangen sind, ist die Geschichte der Kirche nicht zu verstehen.

Was ist das eigentlich eine Berufung? Wie funktioniert das? Was unterscheidet denjenigen, der einem Sportverein oder eine politischen Partei beitritt von einem, der Mitglied einer geistlichen Gemeinschaft wird?

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Und wie ist das mit einer Mutter von mehreren Kindern, die Probleme mit dem Mann hat und zudem noch berufstätig sein muss, damit sie überhaupt durchkommt? Gehört sie zur grauen Masse?

Zunächst sei es einfach festgestellt: Jeder Gläubige ist berufen zur Heiligkeit und zwar durch die heilige Taufe. Jeder Getaufte soll sich mühen, den Himmel zu verdienen. Und damit man dieses Ziel nicht verliert, damit man nicht so lebt, als sei diese Welt das einzige, was es gibt, stellt der Herr Wegzeichen auf, greift der Herr manchmal besonders ein.

– Schauen Sie, fast alle fahren wir Auto. Normalerweise weiß jeder, wie er fahren soll. Aber trotzdem gibt es die Verkehrsschilder: Vorfahrt achten, Stopschilder, Geschwindigkeitsbegrenzung usw. Alle Verkehrszeichen dienen dazu, daß wir gut und sicher ans Ziel kommen. Und die Polizei hilft nach, wenn Verkehrswidrigkeiten im Spiel sind.

Und auch auf dem Weg zum Himmel baut der Herr Wegweiser ein, die Orientierung geben für den Himmel.

Aber der Herr zwingt nicht. Ein Kennzeichen jeder ernsten Berufung ist das Ringen mit sich selbst, das nicht nur im Herzen geschieht, sondern alle geistigen Kräfte, den Verstand, die Willenskraft und die Gesamtheit der Neigungen des Menschen einbezieht. Geben wir dem Herrn den Vorrang? Was geht zum Beispiel am Sonntagvormittag bei etlichen Christen vor? Der Gottesdienst oder die Sportveranstaltung? Man meint manchmal, bei Christus zieht man den Kürzeren. Aber das ist weit daneben gedacht. Christus zahlt nicht mit „Pfennigen“ aus, sondern immer in „Scheinen. „

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Christus ist sehr sehr großzügig, schon jetzt hier auf der Welt und drüben erst recht.
Die Frohbotschaft möchte uns heute zurufen: Gebt Gott eine Chance! Lasst euch vom hohen Stellenwert der Frohbotschaft anstecken! Erkennt doch wieder einmal die Freude am Glauben und auch an der Kirche Christi und die Kraft, die man daraus ziehen kann für sein Leben! Lasst die übersexualisierte Gesellschaft reden, die über die Tugenden und Werte wie Rücksichtnahme und Keuschheit und Verzicht die Nase rümpft!

Natürlich wenn es nur diese Welt gibt, ist es ein blanker Unsinn, um des Himmelreiches willen zu leben und es ist eine unerträgliche Zumutung, eine eheliche Lebensgemeinschaft bis ans Lebensende durchzutragen. Aber Christus sagt : Es gibt das Himmelreich. Es gibt das ewige Leben.

So haben wir heute nicht nur unser Gotteslob wieder in der Hand und singen: Liebster Jesus wir sind hier. Oder: Jesus all mein Leben bist du. Nein, das Singen hat ein Echo in der Woche, in meinem Leben. Meine Arbeit daheim wird zum Gottesdienst. Auch das ist Nachfolge. Amen.

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